Im Deutschen bezeichnet der Name Mestize die Nachkommen von Weißen und indigenen Menschen aus Mittel- und Südamerika. Der Begriff kommt aus dem Romanischen und fand seine Verwendung zum ersten Mal in der Zeit des Kolonialismus. Der Sprachgebrauch heutzutage unterscheidet sich in verschiedenen Ländern erheblich. In der brasilianischen Sprache ist ein „mestico“ ein Mischlung oder bezieht sich speziell auf Nachkommen europäischstämmiger und afrobrasilianischer Eltern. Mestizen finden sich größten Teils in Lateinamerika.
Im kolonialen Kastensystem Lateinamerikas wurden ursprünglich Kinder, deren Elternteil europäischer und der andere indianischer Herkunft war, als „mestizo“ bezeichnet. Kamen die Kinder aus anderen Mischungsverhältnissen nannte man sie z. B. „castizo“, „cuartéron de indio“ und „cholo“. Heute werden alle Menschen mit europäischen und indianischen Vorfahren Mestizen genannt. Für Menschen afrikanisch-europäischer Herkunft verwendet man die Bezeichnung „Mulatte“ oder „moreno“. In Belize stellen Mestizen mit 44% die Mehrheit der Bevölkerung dar. Sie sprechen meist Spanisch oder Englisch.


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